
“In der Nacht vom 6. auf den 7. Juni wurden wir nach einem Straßenfest in Berlin-Friedrichshain Opfer brutaler Polizeigewalt. Als die Straße bereits fast menschenleer war, sperrten Polizeikräfte den Durchgang von der Kreutziger Straße zur Frankfurter Allee ab. Auf Nachfragen, weshalb der Weg blockiert wurde und wann er wieder frei sein würde, erhielten wir keine Antwort. Die Polizei eskalierte die Situation innerhalb kürzester Zeit. Vier von uns wurden unabhängig voneinander und zu unterschiedlichen Zeitpunkten festgenommen. Darunter Martin Bialluch, früherer Bremer Linke-Staatsrat und Brandenburger Vize-Regierungssprecher.
Dabei wurde von der Polizei massive Gewalt eingesetzt: Knie im Nacken und auf dem Rücken, Schläge gegen Kopf und Rippen sowie schmerzhaft verdrehte Beine. Die Folgen dieser Ereignisse begleiten uns bis heute – sowohl körperlich als auch psychisch. Trotz unserer Verletzungen wurden wir ohne ärztliche Versorgung mehrere Stunden lang in Einzelzellen in der Polizeiwache in der Wedekindstraße festgehalten. Einen Rechtsanwalt anzurufen, wurde uns verweigert. Die Polizei hat versucht die Öffentlichkeit und Medien mit sich ständig ändernden Falschbehauptungen zu täuschen. Die Vorwürfe Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Gefangenenbefreiung sind frei erfunden und sollen die unbegründete und unrechtmäßige Polizeigewalt im Nachhinein rechtfertigen.
Das belegen umfangreiche uns vorliegende Videoaufnahmen und Zeugenaussagen. Deshalb haben wir uns entschieden, diese Vorwürfe nicht unwidersprochen zu lassen, sondern haben unsererseits Strafanzeige gegen die Polizei wegen Körperverletzung im Amt, Verleumdung und falscher Verdächtigung gestellt.
Dieser Rechtsstreit wird langwierig und mit erheblichen Anwalts- und Gerichtskosten verbunden sein. Deshalb sind wir auf Deine Unterstützung angewiesen. Mit Deiner Spende hilfst du uns, die Prozesskosten zu tragen, unsere Rechte zu verteidigen und eine gerichtliche und politische Aufklärung dieses gewalttätigen und unrechtmäßigen Polizeieinsatzes zu erzwingen. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – bringt uns diesem Ziel ein Stück näher.”
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Medienberichte:
taz: „Ich war mir nicht sicher, ob sie mich umbringen“
rbb: Berliner Polizei untersucht Fall von Gewalt durch Beamte