
Loch im Zaun statt Gewöhnungseffekt!

Loch im Zaun statt Gewöhnungseffekt!

Zaun immer noch nicht fertig, geschweige denn sich um die sozialen Konflikte im Kiez gekümmert…
Warum wir einen Zaun ablehnen, warum wir uns auch nicht an einen Zaun oder eine nächtliche Schließung gewöhnen werden, was nachhaltige Lösungen wären und wie es mit den Protesten weitergeht erfahrt ihr beim Kiezrundgang:
Sonntag, 4. Januar, 18 Uhr Wrangel Ecke Falckenstein
(Keine Anmeldung erforderlich, Dauer ca. 90 Min.)
Die Grün Berlin GmbH behauptet im Tagesspiegel, die Security im Görli würde seit einer Woche Westen mit der Aufschrift “Sicherheit” und Personennummer tragen… Das Foto ist von heute 21:22 Uhr.
By the way: wieso patroullieren die eigentlich durch den Görlitzer Park, wenn sie auf die Baustellen aufpassen sollen? Das ist anmaßend, denn für den Görlitzer Park ist der Bezirk zuständig…
Für die Sicherheit im öffentlichen Raum wäre die Polizei zuständig. Da kann doch nicht einfach wer eine Security hinschicken!


Auf welcher Rechtsgrundlage hat die Polizei heute Mittag eigentlich alle Transparente im Görli geklaut? Z. T. hingen die schon seit Wochen…
Darf eine abweichende Meinung zum Zaunbau oder Kritik an kbOs & Racial Profiling nach Ansicht der Polizei nicht geäußert werden?
🤡
#kritikfähig
#Meinungsäußerung

Auch die Humanistische Union, der Republikanische Anwält*innen Verein, Das Grundrechtekomitee, die Vereinigung der Berliner Strafverteidiger*innen und die Vereinigung demokratischer Jurist:innen kritisieren die geplanten ASOG-Verschärfungen scharf.
“Dass der Entwurf (…) ohne erkennbares Bemühen um öffentliche Debatte und fachliche Auseinandersetzung eingebracht wurde, lässt sich schwer als Versehen lesen. Die geplanten Änderungen sind gravierend.”
Offener Brief an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses

Zaun steht, Drehtor fehlt -ein ständiges Hin und Her dokumentiert die Ambivalenz bzgl. der Akzeptanz des Zauns und weiterer ausschließender Bauelemente…
Im Ernst: die sozialen Konflikte rund um den Görli leugnet keine*r, alle wollen, dass sich was zum Positiven ändert.
Warum ein Zaun und die nächtliche Schließung kein Teil einer Lösung sein werden, besprechen wir beim Kiezrundgang, direkt vor Ort!
Sonntag, 7. Dezember 2025, 18 Uhr, Wrangelstraße Ecke Falckensteinstraße
(Musik: Trettmann: Stolpersteine)
Wrangelkiez weisen 37 Stolpersteine und ein weiterer Gedenkstein (Stand November 2025) auf Menschen hin, die während der Nazizeit im Wrangelkiez gelebt haben und von den Nazis verfolgt und zum großen Teil ermordet wurden.
Sie wurden verfolgt, weil sie Jüd*innen oder im Widerstand waren, weil sie psychisch krank oder queer waren oder gemäß der Nazi-Ideologie als „lebensunwert“ oder „arbeitsscheu“ bezeichnet wurden.
Neben regelmäßigen Aktionen wie „Stolpersteine putzen“ wollen wir mit dieser Dokumentation die Menschen hinter den Stolpersteinen sichtbarer machen, z. T. gibt es Fotos und biographische Informationen.
Dank der Arbeit des Museum Friedrichshain-Kreuzberg kommen stetig weitere Stolpersteine hinzu, da immer mehr Schicksale vom Nationalsozialismus verfolgter Menschen recherchiert werden.
Auch die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) hat Lebenswege recherchiert und zur Verfügung gestellt.
Stolpersteine zu reinigen, bedeutet das Gedenken aufrecht zu erhalten, um aus der Geschichte zu lernen und eine Wiederholung zu verhindern.
(English below)

🔴 Geht es nach den Plänen des Berliner Senats soll das Berliner Polizei- und Ordnungsrecht noch 2025 massiv verschärft werden.
Konkret geht es um die Neufassung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG). Die Berliner Verfolgungsbehörden dürfen demnach bald noch härter und heimlicher, mit insgesamt mehr Befugnissen, an mehr Orten und mit dem Einsatz neuer Überwachungstechnologien vorgehen.
Setzt sich der Kontrollwahn durch, heißt das: Schutz der Privatsphäre, Bewegungsfreiheit und sichere Kommunikation goodbye.
Mehr Infos: Bündnis für soziale Sicherheit
Continue reading ASOG-Verschärfungen stoppen!
Das angeblich vandalismussichere Tor, dass als erstes aufgebaut wurde, ist nach der ersten Nacht schon wieder weg: geklaut, wie verschiedene Medien berichten….
Continue reading Upsie – erstes Tor geklaut!English below

Am Vorabend der Reichspogromnacht putzen wir gemeinsam die 34 Stolpersteine im Wrangelkiez und erinnern an Anwohner*innen in unserem Kiez, die vom NS-Regime verfolgt wurden, weil sie Jüd*innen oder im Widerstand waren (oder auch aus anderen Gründen).
Bringt Schwämme, Tücher, Wasser, Reinigungsmittel für Messing, Grablichter oder Blumen mit.
8. November, 16 Uhr, Wrangelstraße Ecke Falckensteinstraße
Continue reading Stolpersteine putzen